Bernina Gran Turismo wurde von einer Gruppe Oldtimer-Enthusiasten aus dem Engadin gegründet, um ein Bergrennen in Erinnerung an die Rennen, die in der Gegend um St. Moritz in den 1920er und 1930er Jahren stattfanden, zu veranstalten. Die perfekte Mischung aus Geschichte, Sport, Wettbewerb und rustikalem Luxus, hat das Ziel, den Teilnehmern ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis zu bereiten. Die Bernina Gran Turismo ist ein Bergrennen auf einer extra abgesperrten Straße, konzipiert für klassische Renn- und Sportwagen aus der Vor- und Nachkriegszeit, bis hinein in die frühen 1980er Jahre. Die herrliche Rennstrecke führt den Bernina Pass von La Rösa bis zur Passhöhe beim Ospizio Bernina hinauf.

Mit dabei: das Leica Rennteam rund um Dr. Andreas Kaufmann (Vorsitzender des Aufsichtsrats von Leica Camera AG) und die Leica Akademie Schweiz mit 15 Teilnehmern. Zusammen mit dem bekannten Fotografen Dominic Nahr ging es darum die Reportage- und Rennsportfotografie näher zu entdecken.

Und dank Zugang zu exklusiven Spots in den spannendsten Abschnitten der Rennstrecke sind gute Fotos vorprogrammiert.

Hier ein gut ausgewähltes Foto von jedem Teilnehmer des Workshops der Leica Akademie.


Das Bild, welches ich ausgewählt habe, war technisch keineswegs schwierig zu erstellen. Bildausschnitt festlegen, vorfokussieren, warten, abdrücken. Mit der nebligen Stimmung und dem Oldtimer wirkt es aber sehr klassisch und zeitlos. So denke ich, passt es perfekt zur Leica M10 monochrome mit der es fotografiert wurde.

Madlaina Walther



Was mich am Bernina GT photographisch fasziniert, sind die Farben, Formen, die alpine Natur und vorallem die Geschichten der Leute und Automobile. Aus der Vielfalt der aufgenommen Bilder habe ich dieses gewählt, da einige dieser Element sich darin zeigen und zusätzlich noch die Dynamik eines Rennens herausbringt.“

Andy Pieren


Ich habe es aus zwei Grûnden gewählt. 1. Weil es die dynamische Schônheit der Rennstrecke zeigt, mitsamt mystischem Nebel 2. Jeder Connoisseur kennt dieses Auto: Der 1960 Ferrari 250 GT SWB ist einer der legendärsten Ferraris. Wert: 10 Millionen Franken – das wohl teuerste aber nicht auffälligste Auto im Feld. Das wiederspiegelt die intime Atmosphâre des Rennens, das solch ein berûhmter Wagen bzw Sammler in Ruhe seine Runden drehen kann, fernab vom Rennstreckentrubel.

Dan Roznov



Das Bild strahlt einerseits diese Relaxtheit aus  mit der kühlen Brise, die man  in der Fahne zu spüren glaubt. Dann auch der Kontrast zwischen  dem Technischen der Sportwagen und der Natur mit dem Bergsee und den Weiden, wobei sich die Kühe dann wiederum auf dem Mustang finden.

Andreas Z’Brun


Ausgewählt habe ich das Bild weil für mich ein klassisches Auto Bergrennen so aussehen sollte. Ein sehr ästhetisches, schnelles Auto, eine alpine Bergkulisse, einen hochkonzentrierten Piloten und das Gefühl von Geschwindigkeit.

Claus Dold



Die Gründe für die Wahl waren: Freude zu zweit /  Fahrer und Beifahrer perfekt abgestimmt auf die Zeit des wunderschönen Alfa / Geschwindigkeit, Kurvenfahren / Verdeck durch unscharfen Vordergrund, aber das Wesentliche ist ganz zu sehen / Farbe der Umgebung passt zum Fahrzeug

René Pfluger


Es ist die eingefangene Situation – der relaxende Driver mit Sonnenbrille und leichtem lächeln. Er geniesst es, ist am Rauchen und am Sonne tanken, bevor es zum nächsten Rennen geht. Ein Bild von Autos und dessen Besitzer. Stolz und entspannt.

Thomas Schmid Ninghetto



Ich habe dieses Bild aus meiner Bildreihe ausgewählt. Es besitzt eine charakteristische Eigenschaft. Es ist eine wunderbare Kombination: Analog Film & wunderbaren Old Timern.

Jean-Philippe Schröter


Ich denke der „Bentley“ repräsentiert sehr gut die Zeit der ersten Bernina Bergrennen, sozusagen ein typisches Fahrzeug dieser Epoche. Das Motiv selbst zeigt m.E. die Dynamik, die noch in dem Fahrzeug steckt und die „Bildneigung“ und der „alpine“ Hintergrund stehen dür das Bergrennen.

Thomas Kaiser




– es nunmal ein sehr schöner Wagen ist
– es schöne Kurvenlage zeigt, man spürt die Dynamik
– die Linien der Karosserie durch Licht und Mitziehen schön zur Geltung kommen
– die leuchtenden und verwischten Fahrbahnmarkierungen betonen Geschwindigkeit und den kurvigen Verlauf der Passtraße im Gebirge.

Christoph Wahl


Behind the scenes

Fernab der Rennstrecke, im Garten eines Fünfsternhotels in St. Moritz, wird intensiv über das morgige Rennen diskutiert. Gleichzeitig werden von einem Mechaniker die letzen Einstellungen am Motor vorgenommen.

Daniel Fahrni



Aus drei Gründen ist dies für mich mein Lieblingsbild. Erstens zeigt es ein Rennfahrzeug direkt von vorne. Solche Stellen sind normalerweise schwierig auf einer Rennstrecke zu finden und geben dem Betrachter eine frontale, direkte Perspektive. Zweitens das Morgenlicht, welches von Rechts sogar noch scheinbar durch den Wagen scheint. Und drittens, dass der Fahrer auf Augenhöhe sichtbar ist.

Thomas Barothy


Ein motorsportliches Ereignis dieser Art habe ich vorher noch nicht erlebt. Ich liebe jedoch die Alpenwelt und genau so sehr nostalgische Autos. Beides war hier auf ideale Weise miteinander verbunden. Darüber hinaus habe ich mich in meiner Vergangenheit intensiv mit Werbegrafik befasst und seitdem beeindrucken mich immer wieder die ikonischen Werbeplakate der alpinen Reiseziele aus der Frühzeit des Tourismus (St. Moritz, Meran, Kitzbühel, …) Und jetzt kommt etwas, was so überhaupt nicht geplant war: Bei der Durchsicht meiner Fotos entdecke ich ein paar mitgezogene, und daher abstrahierte Schüsse, die eine verschwommene, rasante, ja fast waghalsige Rennszenerie andeuten. Die flächenhafte Bildaufteilung, die relativ einfache Farbgestaltung, die dynamischen Szenen und das Hochformat erinnerten mich spontan an die soeben erwähnten Werbeplakate, die längst musealer Kult sind. Für mich ist das ausgewählte Foto mein persönliches BGT-Highlight, da es nach meinem Empfinden Begriffe wie Dynamik, Fahrfreude, Wagemut, Nostalgie und Bergwelt grafisch miteinander verbindet.

Interessant zu wissen wäre nun, ob nur ich bei diesem Foto diese Assoziationen habe, oder ob es anderen Betrachtern ähnlich geht wie mir.

Gottfried Schäfer